Geschichte

LEBEN IST BEWEGUNG

Zu Beginn dieses Jahrhunderts beobachtete Dr. Sutherland, ein Osteopath aus den USA, dass die einzelnen Schädelknochen – entgegen der Meinung der Schulmediziner – nicht vollständig miteinander verwachsen sind.
Vielmehr sind sie so ineinander verzahnt, das Bewegungen zueinander möglich sind.
Dazu kam, das er bei seinen Patienten schon immer eine Bewegung des Schädels wahrnahm: ein “weiter werden” und ein “enger werden”, ein “sich öffnen” und ein “sich schließen” des Schädels und auch jedes anderen Körperteils manchmal auch ungeordnete Bewegungen.

Er nannte dieses Phänomen PRIMÄRATMUNG, später dann auch CRANIALIMPULS.

Um mehr über diese Bewegung zu erfahren, machte er ein Selbstexperiment. Er konstruierte sich einen Lederhelm mit kleinen Schrauben, die er anziehen konnte um Druck auf bestimmte Stellen seines Schädels auszuüben. ( Und damit auch die Bewegungsfreiheit einzelner Knochen zu behindern).

Schon kurze Zeit, nachdem er sich den Lederhelm aufsetzte traten unterschiedliche Beschwerden auf, wie Kopfschmerzen, Rücken und Ischiasschmerzen, Schwindelgefühle und mehr. Je länger der Versuch andauerte, desto schwerwiegender wurden die Symptome: von Störungen des Darmtraktes und Beeinträchtigung der Denkfähigkeit bis zu Depressionen.

Damit stand für ihn fest, das Einschränkungen der Eigenbeweglichkeit der Schädelknochen die Gesundheit des Körpers beeinträchtigen. Er entwickelte daraufhin eine Methode um Blockaden zu lockern und zu lösen und hatte damit so gute Erfolge, das er seine Methode CRANIOSACRALE OSTEOPATHIE nannte und diese zu unterrichten begann.

Erst in den siebziger Jahren wurde von der ” Michigan State University” ein Forscherteam unter der Leitung von Dr. Upledger beauftragt, das Vorliegen eines Cranialimpulses wissenschaftlich zu überprüfen. Und das gelang ihnen auch.

Es wurde bewiesen, das sich der menschliche Schädel tatsächlich 6 bis 12 mal in der Minute um ca. 0, 5 mm bis 1 mm ausdehnt und wieder zusammenzieht (also wesentlich langsamer als der Herzschlag und die Atmung).

Der craniosacrale Rhythmus schwingt in relativ konstanten Zyklen und ist überall am Körper fühlbar. Er beginnt in den ersten Schwangerschaftswochen und endet ca. 1 Stunde nach Eintritt des Todes. Geschulte Hände können minimale Spannungsunterschiede in den einzelnen Körperregionen ertasten und dadurch Blockaden genau lokalisieren.

Mit Hilfe der Aufmerksamkeit (Energie folgt der Aufmerksamkeit) des Behandlers, seinen genauen Anatomiekenntnissen und einiger sehr sanften Techniken wird die Lösung der Blockaden unterstützt. Dadurch kann die Kraft, die vorher zur Aufrechterhaltung der Blockaden notwendig war, frei werden und steht dem Behandelten zur Verfügung (spürbar als vermehrte Kraft im Alltag)

Blockaden der cranialen Schwingungen werden durch körperliche oder seelische Schocks, schwere Erkrankungen, Unfälle, Operationen, schwere Geburten u ä. ausgelöst und können, wenn sie nicht adäquat verarbeitet werden zu körperlichen Beschwerden führen.